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BNE - Strategie

NrStandardErläuterung
4.1cDie Einrichtung verfügt über eine BNE-Strategie, die Aussagen zum einrichtungsspezifischen Verständnis von BNE, zu Lernsettings und zur praktischen Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien in der Organisation enthält.Eine Strategie beschreibt eine planvolle Vorgehensweise zur Erreichung eines bestimmten Ziels. Sie gibt einer Organisation eine langfristige Orientierung und bildet den Bezugsrahmen für ihr Handeln. Eine BNE-Strategie zu entwickeln bedeutet für die Einrichtung, den für sie passenden Weg vom Ist-Zustand hin zur Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu bestimmen. Sie beschreibt die grundlegende Ausrichtung der Einrichtung an den Leitgedanken einer nachhaltigen Entwicklung und dient als Orientierung für das zukünftige Handeln. Strategische Überlegungen können sich auf unterschiedliche Handlungsbereiche beziehen, beispielsweise auf die Schwerpunkte der Bildungsarbeit im Sinne einer BNE, die Bewirtschaftung nach Nachhaltigkeitskriterien, Organisation und Infrastruktur sowie Personalentwicklung und Qualifizierung/Fortbildung. Eine Strategie gibt die langfristige Richtung vor. Sie ist noch keine Maßnahmenplanung mit konkreten Zielen, Verantwortlichkeiten und Zeiträumen. Auf ihrer Grundlage werden diese im weiteren Verlauf entwickelt und festgelegt. Die Einrichtung entscheidet selbst, wie ihre BNE-Strategie in die strategische Ausrichtung eingebunden wird. Sie kann als eigenständiges Strategiedokument formuliert oder in bestehende programmatische bzw. strategische Dokumente integriert werden.

Hilfreiche Fragen

Welche Ziele verfolgt die Einrichtung mit ihrer BNE-Strategie?
Wo stehen wir, wohin wollen wir uns bewegen, welche BNE-spezifischen Schwerpunkte wollen wir in unseren Handlungsfeldern setzen?
Welches BNE-Verständnis wird deutlich?
Sind in der BNE-Strategie Handlungsfelder zur Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien in der Organisation benannt wie zum Beispiel Bildungsarbeit oder Infrastruktur?
Wie konkret werden die Handlungsfelder benannt
Wie wird das dokumentiert?
Wird die Bedeutung von BNE für die Einrichtung/Organisation und das Bildungsangebot deutlich gemacht (z. B., dass es eine Querschnittsaufgabe ist)?
Ist die BNE-Strategie Bestandteil der Systemüberprüfung?
Welche konkreten Umsetzungsszenarien werden bedacht?
Welche Arbeitsbereiche der Einrichtung werden berücksichtigt?
Welcher Bezug zu den SDGs wird hergestellt?
Wie richtet sich die Einrichtung strategisch aus?
Gibt es ein spezifisches pädagogisches Konzept, mit dem BNE-Angebote didaktisch-methodisch, strukturell, angestrebten Kompetenzen, Fragestellungen, Örtlichkeiten (Lernsettings im umfassenden Sinn) usw. geplant, durchgeführt und ausgewertet werden?
Welche Möglichkeiten können genutzt werden, um eine BNE-Strategie zu entwickeln, die zur eigenen Organisationsstruktur und Bildungsarbeit passt?
In welchen Zyklen wird die Strategie überprüft und wie wird dies dokumentiert?
Deckt die Strategie die pädagogische Arbeit ab oder das Gesamthandeln der Einrichtung/Organisation? Wie sind die Mitarbeitenden einbezogen und wie wird dies dokumentiert?
Woran wird sichtbar, dass das Gesamthandeln der Einrichtung/Organisation auf planvollem, nachhaltig orientiertem Vorgehen basiert?
Welche Regelung zur Überprüfung der BNE-Strategie und der Entwicklung von Maßnahmen (analog 4.1d und 4.1e) liegen vor?

NrStandardErläuterung
4.1dDie Einrichtung berücksichtigt bei der Organisation von Infrastruktur und Bildungsarbeit Nachhaltigkeitskriterien unter Einbeziehung der ökologischen, sozialen und ökonomischen DimensionenDie Infrastruktur gehört zu den Ressourcen, die für die Realisierung der Bildungsarbeit eine wichtige Rolle spielen. Die Einrichtung kann an dieser Stelle prüfen, in welchen Bereichen Nachhaltigkeitskriterien bereits berücksichtigt werden. Dies beginnt bei der Organisation von Büroarbeit und Verwaltung und schließt die Bildungsarbeit sowie die Nutzung von Räumlichkeiten und Materialien ein. Ökologisches, sozialverträgliches und nachhaltigkeitsorientiertes Wirtschaften kann darüber hinaus auch den Betrieb eigener Gebäude und Außenanlagen (soweit vorhanden) sowie die Bereiche Ressourceneinsatz, Einkauf und Beschaffung umfassen. Nachhaltigkeitskriterien werden berücksichtigt, indem die Einrichtung ihr einrichtungsspezifisches Umsetzungsszenario beschreibt. Das kann von Einrichtung zu Einrichtung stark variieren. Es sollte deutlich werden, dass sich eine Einrichtung eigene Ziele setzt und das, was im Sinne eines nachhaltigen Arbeitens bei der Organisation von Infrastruktur und Bildungsarbeit machbar ist (z. B. Hinweisschilder, Aushänge u. a.), sichtbar wird. Dies beinhaltet auch die Überprüfung der Umsetzung der angestrebten Nachhaltigkeitskriterien. Gedanken von Nachhaltigkeit sind Bestandteil des Bildungsangebotes und werden auch den Teilnehmenden vermittelt.

Hilfreiche Fragen

Werden Maßnahmen zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Organisation und Infrastruktur implementiert?
Wie konkret wird eine nachhaltige Bewirtschaftung beschrieben?
Gibt es Regelungen zur Überprüfung der Implementierung von Maßnahmen?
Wie werden die BNE-Dimensionen berücksichtigt?
Welche Rahmenbedingungen tragen zur Umsetzung von BNE gemäßer Bildungsarbeit bei?
Wie definiert die Einrichtung eine nachhaltig geführte Organisation?
Woran orientiert sich die Einrichtung bei der Definition als nachhaltige Organisation?
Welche Parameter werden genannt?
Vor welchen Herausforderungen steht die Einrichtung intern/extern in der Umsetzung der angestrebten Nachhaltigkeitsziele in der Organisation, den Bildungsangeboten und deren Durchführung?
Findet sich eine Definition der Einrichtung als eine nachhaltig geführte Organisation in der BNE-Strategie/dem BNE-Konzept wieder?

NrStandardErläuterung
4.1eFür die Umsetzung werden folgende Schritte berücksichtigt: Bestandsaufnahme und Bewertung der Ist-Situation bezüglich der Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien; Festlegung von Handlungsbereichen und Maßnahmen; Evaluation der durchgeführten Maßnahmen; Schlussfolgerung und Weiterentwicklung (KVP)In diesem Standard beschreibt die Einrichtung, wie sie die Nachhaltigkeitskriterien systematisch in ihre Prozesse und Abläufe integriert, deren Umsetzung plant, durchführt und bewertet sowie die gewonnenen Erkenntnisse für eine kontinuierliche Weiterentwicklung im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) nutzt.
Bestandsaufnahme
Wie erfolgt die Bestandsaufnahme und Bewertung des aktuellen Stands der Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien?
Welche Instrumente und Methoden nutzt die Einrichtung zur Erhebung des Ist-Standes?
Welche Handlungsfelder werden analysiert?
Welche Nachhaltigkeitskriterien werden dabei berücksichtigt?
Welche Daten und Informationen werden zur Erstellung eines aussagekräftigen Gesamtbildes herangezogen?
Wer ist an der Erhebung, Auswertung und Bewertung beteiligt?
Wie und wo werden die Ergebnisse der Ist-Analyse dokumentiert?
Planung und Maßnahmen
Welche Schlussfolgerungen werden aus der Ist-Analyse gezogen?
Welche Handlungsbereiche und Maßnahmen werden daraus abgeleitet?
Wer legt die Handlungsfelder und den Maßnahmenkatalog fest?
Wer ist für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich?
Welche nächsten Handlungsschritte werden geplant?
Umsetzung und Evaluation
Wie wird die Umsetzung der Maßnahmen verfolgt und dokumentiert?
Wie werden die durchgeführten Maßnahmen evaluiert?
Werden hierfür geeignete Daten erhoben und ausgewertet?
Finden die Ergebnisse Eingang in Audits oder das Management-Review?
Kontinuierliche Verbesserung (KVP)
Welche Schlussfolgerungen werden aus der Evaluation gezogen?
Welche Entwicklungsvorhaben werden daraus abgeleitet?
Wer ist für die Weiterverfolgung der Maßnahmen verantwortlich?
Wie werden die Erkenntnisse in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) überführt?
Inwiefern trägt das planvolle Vorgehen aus Ist-Analyse, Maßnahmenplanung, Evaluation und KVP zur strategischen Weiterentwicklung der Einrichtung bei?